
Wiens Boden, die Lage und das Klima sind wie geschaffen für den Weinbau. Hier wuchs schon in
vor- und frühgeschichtlicher Zeit die Wildrebe, und auch Kulturreben sind archäologisch
nachgewiesen. Funde belegen, dass bereits 750 v. Chr. Wein in Wien gepflanzt wurde.
Kelten, Illyrer und Römer setzten den Weinbau in dieser Gegend fort. Die römischen Soldaten
hatten eine Zuteilung von einem Liter Wein pro Tag.

Kaiser Probus (276-282 n. Chr.) veranlasste,
dass seine römischen Legionäre Weingärten in und um Wien pflanzten, wodurch die
einheimische Bevölkerung mit neuen Sorten und hoch entwickelten Kultivierungsmethoden
vertraut wurde. Noch im späten Mittelalter war selbst der größte Teil der späteren Wiener
Bezirke voll von Weingärten.

678,3 Hektar Weingärten innerhalb der Stadtgrenzen machen Wien heute zur
Wein-Hauptstadt. Diese Weinbauregion liefert feine Tropfen, sie ist landschaftsprägend und
wird von vielen Menschen zur Erholung genützt. Ein Hektar Weingarten liefert übrigens den
Jahressauerstoffbedarf für 25 Menschen, während ein Hektar Wald nur den für 10 Menschen
produziert.

"Wanderbares Wien": so lautet ein Slogan, der auf Wandertafeln, Karten und Informationen
zu finden ist. Aber sehen Sie selbst, welche Reize diese Landschaft zu bieten hat...